Imkerverein Saarbrücken

seit 1906

Der Imkerverein Saarbrücken

Als alteingesessener Saarbrücker Imkerverein betreiben wir vielseitige Aktivitäten in der Imkerei und beteiligen uns an ökologischen Projekten. Bei unseren gemeinsamen Aktivitäten mit unseren Familienmitgliedern und Freunden, die sich ebenfalls für die Imkerei und Umwelt interessieren, bieten wir Weiterbildung und naturnahe Erlebnisse:

  • Regelmäßige Treffen zum Erfahrungsaustausch,
  • Netzwerk zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung,
  • Vorträge zu Themen der Bienenhaltung, der Nachhaltigkeit und der Einbettung in Natur und Umgebung,
  • Schulung von Interessierten,
  • Informationen für Schulen und Kitas über die Honig- und Wildbiene, ihre Haltung und ihren Wert für die Umwelt,
  • Öffentlichkeitsarbeit über Themen der Imkerei, der artgerechten Bienenhaltung und der Honigproduktion,
  • Honigverkostungen und weitere Veranstaltungen rund um den Honig,
  • Aufbau einer Jugendgruppe zur Nachwuchsarbeit,
  • Schleuderraum mit gemeinsam benutzter Ausstattung,
  • Betreuung eines Bienenlehrpfades im Deutsch-Französischen Garten,
  • Kooperation mit Immobilien- und Grundstückseigentümern, Garten- und Friedhofsämtern hinsichtlich der Aufstellung von Bienenvölkern im ganzen Stadtgebiet,
  • Und vieles mehr!

Wer Interesse hat, kommt am besten zu unserem regelmäßen monatlichen Treffen:

Vereinstreffen

Der Verein trifft sich monatlich, immer am 2. Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr im Hotel/Restaurant Schlosskrug in der Schmollerstraße 14 in 66111 Saarbrücken.

Aufnahmeantrag

  • Download Aufnahmeantrag
  • Der Mitgliedsbeitrag im Verein beläuft sich für aktive Imker auf jährlich 24 €, für fördernde Mitglieder auf 12 €. Dazu kommen für aktive Imker weitere Kosten für die automatisch beinhaltete Mitgliedschaft im Kreisverband, Landesverband und im Deutschen Imkerbund.
    Die Imkerei eines jeden aktiven Mitglieds ist haftpflichtversichert. Außerdem sind Schäden versichert, die durch Diebstahl, Vandalismus und Unwetter verursacht wurden. Je nach gewünschtem Versicherungsumfang variiert die hierfür anfallende Prämie (siehe Versicherungsinformation des LSI).
    Insgesamt beläuft sich der Jahresbeitrag für aktive Imker (mit Basisversicherung) auf ca. 50 €.

Verein in Zahlen (in 2019)

  • Gründung: 1906
  • Derzeitige Mitgliederzahl: 35 (Aktive), 16 (Fördernde)
  • Derzeitge Völkerzahl: 185

Vereinsanschrift:

  • Imkerverein Saarbrücken
    c/o Arno Salm
    Türkismühler Str. 11
    66113 Saarbrücken
    Tel. 0681/893239
    vorstand@saarbruecker-imkerverein.de

Vereinsgeschichte

(im Aufbau!)

Der Imkerverein Saarbrücken blickt auf eine 111-jährige Geschichte (in 2017) zurück.

Es war im Jahr 1906, als sich 15 Imker zusammenschlossen und den »Bienenzucht-Verein Malstatt-Burbach« gründeten. Der weiter unten abgedruckte Auszug aus der Festschrift zum 75-jährigen Bestehen des Imkervereins Saarbrücken beschreibt den Gründungsakt detailliert.

Seit dieser Zeit hat sich im Verein aber einiges bewegt:

Hier kommt in Kürze ein kurzer Rückblich auf die 111-jährige Vereinsgeschichte.

Auszug aus der Festschrift zum 75-jährigen Bestehen des Imkervereins Saarbrücken aus dem Jahr 1982:

Rückblick auf 75 Jahre Vereinsgeschichte (aus 1982)

Ehrich Prüfer. Saarbrücken

"Sonntag, den 18. November 1906 versammelten sich 15 Imker bei Gastwirt Lorenz Resch, Bergstraße 77, und wurde folgendes beschlossen: Unter dem Namen »Bienenzucht-Verein Malstatt-Burbach« bildete sich ein Verein mit dem Vereinslokal bei Gastwirt Lorenz Resch. Mitgliederbeiträge jährlich zwei Mark, zahlbar in halbjährlichen Raten a) eine Mark zum 01.01.1907 und b) eine Mark zum 01.07.1907. Eintrittsgeld wird bis zum 31.12.1907 nicht erhoben. Dem Vereinsvorsitzenden wird ein Barbetrag von sechs Mark zu laufenden Beschaffungen zur Verfügung gestellt. Der Verein bezweckt die Hebung der Verbreitung der Bienenzucht in hiesiger Gegend. Diesen Zweck sucht der Verein zu erreichen a) durch Veranstaltung von Versammlungen mit Vorträgen und Besprechungen, b) durch praktische Übungen am Bienenstand, c) durch gemeinsame Vertretung der Imkerinteressen bei Behörden und in der Öffentlichkeit, d) durch Errichtung einer Bibliothek bienenwirtschaftlicher Schriften bzw. deren stete Ergänzung soll angestrebt werden. Der Verein tritt als Zweigverein dem Bienenzuchtverein der Rheinprovinz bei. Als einstweiliger Vorstand wurden gewählt: Vorsitzender Herr Eisenbahnsekretär Gassen, als Schriftführer Herr Eisenbahnassistent Spitzkowski und Kassierer Herr Weichensteller Thieltges."

So steht es in einer Abschrift über die Entstehung des Vereins geschrieben, und so wird es hier - buchstaben- und stilgetreu - wortwörtlich wiedergegeben. Bei der nächsten Versammlung am 20.01.1907 werden - außer den drei Vorstandsmitgliedern - alle Vereinsmitglieder genannt, und zwar Müller, Zimmer, Grohmann, Rost, Pitz, Höreth, Leiner, Gettmann, Dort, Arend, Eck, Melchior, Hindorf. Also schon ein Zuwachs auf 16! Fünf Jahre später zählt der junge Verein schon 36 und 1918 schon 113 Mitglieder. Nach diesem Gipfelsturm geht es wieder abwärts, zehn Jahre später muß man mit 46 Mitgliedern zufrieden sein. Leider ist vom ersten Dutzend Jahren nur wenig an schriftlichen Aufzeichnungen vorhanden. Trotzdem, das noch Vorhandene zeugt vom steten Bemühen, der einmal gestellten Aufgabe nach Kräften gerecht werden zu wollen. Interessant, daß die "Leipziger Bienenzeitung" mit ihren Artikeln immer wieder erwähnt wird. Man versucht, neueste Erkenntnisse zu verarbeiten und nutzbringend anzuwenden. Bereits 1907 gibt es Bemühungen um den Abschluß einer Versicherung bei der "Zürich". Drei Jahre später hat man die erste Ausstellung mit Honig-Prämierung und dabei leider auch den ersten verbrieften Unfrieden. Um den Honig ging es, um den des Vorsitzenden. Er erhielt Preise, er sollte aber - so stellten feine Imkernasen fest - stinken. Also ein Pfundglas ab zur Untersuchung nach Bonn. Diese fand ihn ohne Fehl und Tadel. Trotzdem, der Krach war da. Viel Tinte und Papier wurden verschrieben, am Ende der Misere Rücktritt und Austritt des Vorsitzenden. Wenig erfreulich, und eigenartig auch, daß bereits 1910 der dritte Steuermann das Ruder des kleinen Schiffleins ergreifen muß. Am Ende des 1. Weltkrieges taucht plötzlich ein Name auf, der dann rund drei Jahrzehnte das Feld beherrscht: Kaufmann, später Stadtamtmann, Max Wissinger. Die ersten 15 Jahre sehen ihn als Schriftführer des Vereins, in der zweiten Hälfte seines Wirkens dient er als Vorsitzender (und Schrittführer zugleich). Dank seiner vorbildlichen und unermüdlichen Tätigkeit, seiner Aufzeichnungen über diese Jahrzehnte, ist es möglich, einen fast lückenlosen Ablauf verfolgen zu können. Die wenigen hier möglichen Zeiten erlauben leider nur, gewisse Schwerpunkte des Geschehens zu berücksichtigen. Mein verehrter Nachfolger...

Seither sind wieder 36 Jahre vergangen!